PLCopen Motion Control-Bibliothek verfügbar

2010-09-08 - Die auf CoDeSys basierende Programmiersoftware PS501 für die SPS-Plattform AC500 bietet die Bibliothek PS551-MC mit Bausteinen für Motion Control-Funktionen an. Damit können diese für den Maschinenbau wichtigen Funktionen einfach, schnell und damit extrem wirtschaftlich programmiert werden.

Zusammen mit den ABB-Frequenzumrichtern ABB Machinery Drive ACSM1, ABB Industrial Drive ACS800 und ABB General Machinery Drive ACS355 lassen sich damit sowohl zentrale als auch dezentrale Motion Control-Applikationen verwirklichen. Die Kommunikation zwischen Antrieben und Steuerung erfolgt dabei über Profibus DP.

Die implementierten Systemfunktionen beruhen auf dem PLCopen Standard. Die PLCopen Organisation entwickelt herstellerunabhängige Standards, die an den globalen Standard IEC 61131-3 für industrielle Programmierung angelehnt sind.

Der PLCopen Standard bietet im Wesentlichen folgende Vorteile für den Anwender:

    • Integration unterschiedlicher Technologien in die gleiche Umgebung
    • Hardware-unabhängige Software-Entwicklung
    • Standardisierte Entwicklungsumgebung
    • Standardisierte Installations- und Service-Schnittstelle
All dies führt zu einer deutlichen Zeit- und damit auch Kosteneinsparung während des Engineerings, der Inbetriebnahme der Fehlersuche und auch bei der Wartung der Anlage.
Anwenderfreundliche Faceplates auf Basis der integrierten Visualisierung bieten Online die erforderliche Transparenz bzgl. des Zusammenspiels zwischen Antrieb und Steuerung.
Der integrierte Standard und die darauf basierenden Gesamtlösungen von ABB reduzieren die Komplexität in der Programmierung. Durch die Nutzung einheitlichern Funktionsbausteine für alle Motion Funktionen können Anwender-Applikationen schneller umgesetzt werden. Die Programme werden transparenter, können leichter wieder verwendet werden und führen zu einer erhöhten Softwarequalität die Einfluss auf eine höhere Verfügbarkeit der Maschine hat.

ABB bietet aber noch mehr. Je nach Maschinen-Anforderung kann der Anwender zwischen zwei Motion Control:Systemkonzepten auswählen. Im ersten Fall sitzt der Motion Controller im Antrieb. Dabei sendet die Steuerung an den Antrieb die Sollwerte und dieser muss selber in der Lage sein, die Positionskontrolle durchzuführen und die Rückmeldungen vom Motor zu verarbeiten. Als Funktionsbausteine sind hier antriebsspezifische Funktionsbausteine für die Kommunikation und antriebsunabhängige Bausteine für Motion Control und die Visualisierung in der Motion Control Library hinterlegt. Im zweiten Fall sitzt der Motion Controller in der speicherprogrammierbaren Steuerung. In diesem Fall benötigt die SPS digitale und analoge Daten sowohl für die Motorrückmeldungen als auch die Positionierungsinformationen. Die SPS verarbeitet dann die Signale und gibt die Geschwindigkeitsbefehle an den Antrieb. In diesem Fall sind in der AC500 Control Library-Funktionsblöcke für die Antriebsteuerung und antriebsunabhängige Bausteine für die Motion Control und die Visualisierung notwendig.
Als Motion Controller kann jede CPU aus der AC500-Familie genutzt werden, neu auch die Kleinsteuerung AC500-eCo. Hier erfolgt die Kommunikation kostengünstig über MODBUS RTU.
Mit den auf PLCopen basierenden Funktionsbausteinen und Systemkonzepten bietet ABB somit für die speicherprogrammierbare Steuerung AC500 und die Frequenzumrichtertypen ABB Machinery Drive ACSM1, ABB Industrial Drive ACS800 und ABB General Machinery Drive ACS355 ein breites Sortiment an standardisierten Funktionen an. Diese umfassen unter anderem:
    • Speed Control
    • Torque Control
    • Position
    • Homing
    • Drive Parameter Handling inklusive Faceplates für Steuerung und Visualisierung

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