Mikronetze bieten Lösungen für die heutigen Herausforderungen im Energiebereich

2017-10-23 - ABB sorgt für eine stabile und nachhaltige Stromversorgung – jederzeit und überall

Beispiele hierfür gibt es im Überfluss:

Ein Mikronetz für die Energieautarkie einer alaskischen Insel.

Eine der am weitesten abgelegenen und heißesten Städte Australiens und eine Forschungsstation in der Antarktis, die sich an einem der kältesten Orte der Welt befindet, profitieren dank Mikronetzen von einer nachhaltigen Energieversorgung.

In Kenia wird ein Zentrum des Internationalen Roten Kreuzes, das nicht mehr vom Festlandnetz abhängig sein konnte, anhand eines Mikronetzes zuverlässig mit Strom versorgt. Ein anderes Mikronetz nutzt die Windkraft, um die Stromzufuhr eines abgelegenes Dorfes zu gewährleisten, das nie an das zentrale Stromnetz angebunden werden konnte.

Ganz gleich, ob die Stromversorgung konstant gehalten oder überhaupt erst ermöglicht werden soll: Die Mikronetz-Technologie von ABB sorgt für eine zuverlässige, nachhaltige Stromversorgung. Die Mikronetze können entweder als eigenständige Systeme oder als Notstromanlagen der zentralen Stromnetze eingesetzt werden. Die Anlage auf Robben Island in Südafrika zählt zu den jüngsten Mikronetz-Projekten des Unternehmens. Gleichwohl ist es nur eines von fast 40 Mikronetzen, die ABB weltweit installiert hat.

„Hier im Golf von Alaska leben wir recht abgeschieden. Deshalb kümmern wir uns um viele Dinge selbst“, sagte Darren Scott, Präsident der Kodiak Electric Association. Die Energie-Kooperative nutzt die Mikronetz-Technologie von ABB für die Energiegewinnung und das Energiemanagement – der Strom setzt sich hier zu 99 Prozent aus Windkraft sowie anderen erneuerbaren Energien zusammen. Die Kooperative versorgt die Insel Kodiak mit Energie. Hier leben fast 14.000 Menschen, und die ansässige Industrie umfasst Fischerei, Holzgewinnung und Bergbau.

Was ist ein Mikronetz? Ein Mikronetz ist ein kleines Stromnetz – oder ein in sich geschlossenes, lokales elektrisches System. Mikronetze können immer dieselbe Leistung erbringen, unabhängig davon, ob sie mit einem zentralen Stromnetz verbunden sind oder nicht. Mikronetze nutzen häufig erneuerbare Energiequellen vor Ort, wie Wind- und Solarkraft, sowie maßgeschneiderte, batteriegestützte Energiespeichersysteme. Mit diesen Netzen können Gemeinden den Einsatz von Dieselgeneratoren senken oder gänzlich auf diese oder andere fossile Brennstoffe verzichten.

Mikronetze sind oft am Ort des Energieverbrauchs oder in dessen Nähe angesiedelt und deshalb naturgemäß effizient. Die Komponenten eines Mikronetzes – darunter die Automationstechnik, Batterien, Stromumrichter und Steuersysteme – können problemlos per Container transportiert werden. Deshalb können Mikronetze standardisiert, im Vorfeld getestet und schnell installiert werden.

Die Energiemanagement-Technologie von ABB ist für die Koordination, Integration und Stabilisierung der Energie zuständig, die aus verschiedenen Quellen bezogen wird. Neben diesen wichtigen Aufgaben sorgt sie auch für den Wechsel zwischen den Energiequellen: Wenn in einer Solaranlage beispielsweise die Sonne untergeht, gewährleistet diese Technologie den nahtlosen Wechsel auf Speicherbatterien. Ganz gleich, ob die Energie mit Wind-, Sonnen- oder Wasserkraft oder anhand von Dieselgeneratoren gewonnen wird: Die Mikronetze von ABB sorgen rund um die Uhr und in jeder Jahreszeit für einen stabilen und zuverlässigen Stromfluss.

Dank dieser Eigenschaften können mit Mikronetzen erneuerbare Energien in die globale Stromversorgung eingespeist werden, was den zunehmenden Bedenken rund um die Umweltbelastung durch fossile Brennstoffe gerecht wird. Dies ist ein wichtiges Thema, denn Gemeinden und Unternehmen weltweit suchen nach zuverlässigen und nachhaltigen Alternativen zu CO2-emittierenden Energiequellen. In den Schwellenländern ist diese Thematik noch akuter, da die steigende Nachfrage nach einer zuverlässigen Energieversorgung zu neuen Umweltbelastungen führen wird, wenn keine umweltfreundlichen Lösungen genutzt werden.


Unsere Erfahrung in Kenia hat gezeigt, welch wichtige Rolle Mikronetze in Schwellenländern spielen können – entweder in einem abgelegenen Dorf oder im urbanen Umfeld.

In Marsabit, einer windigen Oasenstadt im Norden Kenias, die 5.000 Einwohner zählt und nicht an das nationale Stromnetz angebunden ist, hat ABB ein Mikronetz geschaffen, das die mit zwei Windturbinen erzeugte Energie in das System einspeist. Für die Notstromversorgung wird ein Dieselgenerator genutzt.

In Nairobi stand ABB vor anderen Herausforderungen. Dort ist die Stadt zwar an das zentrale Stromnetz angebunden, wird jedoch häufig von Stromausfällen geplagt. Deshalb bat das Internationale Komitee des Roten Kreuzes ABB um die Bereitstellung eines Mikronetzes, mit dem sein globales Logistikzentrum in Nairobi mit Energie versorgt werden kann. Das Zentrum beschäftigt 170 Mitarbeiter und beliefert den gesamten afrikanischen Kontinent mit Lebensmitteln, Medizin und Hilfsgütern. Das System von ABB setzt auf Solarkraft und Dieselaggregate, um eine konstante Stromversorgung zu ermöglichen.

„Eine zuverlässige Stromversorgung ist eine entscheidende Voraussetzung, damit unsere Mitarbeiter ihre lebensrettende Arbeit vor Ort ohne Unterbrechungen durchführen können“, sagte Peter Maurer, Präsident des IKRK.

Ulrich Spiesshofer, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB, ist der Ansicht, dass Mikronetze bei der nachhaltigen Modernisierung eine entscheidende Rolle spielen.

„Mikronetze haben in Afrika ein enormes Potenzial, denn hier sind mehr als 600 Millionen Menschen vom Stromnetz abgeschnitten. Dies ist auch in vielen weiteren Regionen der Welt der Fall, beispielsweise auf dem indischen Subkontinent, in abgelegenen Gemeinden und auf Inseln,“ sagte Spiesshofer. „Ein zuverlässiger Zugang zu Elektrizität ist essenziell, um die wirtschaftliche Entwicklung zu beschleunigen.“


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