90 Jahre am Standort Halle erfolgreich

Halle, 11. Mai 2009 - ABB-Geschäftsbereich Transformatoren feiert Jubiläum

ABB feierte jetzt das 90-jährige Bestehen des Standorts Halle. Im April 1919 wurde das Transformatorenwerk als „Landeselektrizität GmbH Halle“ gegründet und von ABB dann im Jahr 1991 erworben. Seit 2001 ist der Standort Halle innerhalb des ABB-Konzerns für Wartung und Service an allen Transformatoren weltweit verantwortlich. Auf dem 70.000 Quadratmeter großen Gelände in Halle-Büschdorf arbeiten derzeit etwa 200 Mitarbeiter.

Bei ABB in Halle war man schon immer auf Reparatur und Wartung von Transformatoren spezialisiert. Seit dem Standort innerhalb des Konzerns die Verantwortung für den weltweiten Service übertragen wurde, ist das Arbeitsgebiet der Hallenser Ingenieure und Techniker noch spannender geworden. „Unsere Mitarbeiter sind nahezu auf der ganzen Welt im Einsatz, um Transformatoren von ABB aber auch von anderen Herstellern zu warten oder zu reparieren“, erläutert Matthias Reinhold, Standortleiter in Halle. „Die große Erfahrung und die Flexibilität unserer Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg.“ Daher lege man am Standort besonders großen Wert auf Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, sowohl in technischer, als auch in sprachlicher Hinsicht, so Reinhold weiter.

Transformatoren sind wichtige Schaltstellen in der Energieversorgung. Sie sind mit dafür verantwortlich, dass der Strom unterbrechungsfrei und mit möglichst geringen Verlusten vom Kraftwerk zum Verbraucher kommt. Die Aufgabe der Transformatoren ist es, den Strom aus den mit Hochspannung betriebenen Übertragungsnetzen (bis zu 800.000 Volt) in mehreren Schritten so umzuwandeln, dass er für Industrie und Haushalte (220 V) nutzbar wird. Große Transformatoren können die Größe eines Einfamilienhauses haben und mehrere Tonnen wiegen. Wartungsarbeiten müssen dann vor Ort vorgenommen werden.

Besonders im Servicebereich wurden und werden in Halle Untersuchungsverfahren und Reparaturmethoden entwickelt, die weltweit Maßstäbe setzen. In den entlegensten Winkeln können ABB-Ingenieure Trafos warten und reparieren. Dazu wird beispielsweise um den Transformator herum ein Zelt aufgebaut, das nahezu Reinraumbedingungen bietet und in dem computerbasierte Diagnoseverfahren angewendet werden können. Falls notwendig werden vor Ort auch Reparaturen und anschließende Funktionsprüfungen durchgeführt.

Das ABB-Werk gehörte früher zur Energieversorgung Halle und war seit jeher auf dem Gelände im Stadtteil Büschdorf angesiedelt. Es gab schon in den 50er-Jahren ein eigenes modernes Chemielabor zur Untersuchung des Öls, mit dem Transformatoren isoliert sind. Außerdem gab es vier Fertigungs- und Reparaturhallen für Transformatoren sowie eine so genannte „Wickelei“, in der die Strom leitenden Wicklungen, die innerhalb eines Transformators liegen, sorgfältig bearbeitet werden konnten. Hinzu kam ein Sozialgebäude mit Kantine. In den 80er-Jahren wurde noch eine Schwerlasthalle ergänzt: Dort sind Endmontage und die Prüffeldanlage untergebracht, denn kein Transformator darf das Werk ungeprüft verlassen. Mit einer großen Krananlage, wie man sie sonst nur aus großen Häfen kennt, können sogar Transformatoren vom Gewicht eines Jumbo-Jets verladen werden.

ABB in Deutschland erzielte im Jahr 2008 einen Umsatz von 3,69 Milliarden Euro und beschäftigte mehr als 11.000 Mitarbeiter. ABB ist führend in der Energie- und Automationstechnik. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden in der Energieversorgung, der Industrie und im Handel, ihre Leistung zu verbessern und die Umweltbelastung zu reduzieren. Der ABB-Konzern beschäftigt etwa 120.000 Mitarbeiter in rund 100 Ländern.

  • Rate this page
      Cancel
  • E-mail this page
      Cancel

Contact us

Ansprechpartner:
seitp202 b896860782f8ce2cc12575b3003d0767